
Es gibt Anwendungen, die verlangen Kondensatoren einiges ab: Im Werkzeugmaschinenbau beispielsweise wirken Vibrationen, mechanischer Schock oder auch Schwingungen und Resonanzen der Platine auf die Bauteile ein. Um unter diesen Voraussetzungen Feldausfälle zu vermeiden, müssen sowohl Hersteller als auch Entwickler sorgfältig voraus- und mitdenken. Besonders, wenn größere Elektrolytkondensatoren verbaut werden sollen, die allein durch ihr Gewicht eine erhebliche Schwungmasse darstellen und so im schlimmsten Fall mit der Platine interagieren, sind zwei wichtige Aspekte zu beachten:
Fixierung der Bauteile
Gedanken zur Bauteilfixierung sind üblicherweise auf Seiten der Entwicklung verortet. Die Kondensatoren müssen an der Platine bzw. im Gehäuse so fixiert werden, dass die Anschlüsse keinen mechanischen Belastungen ausgesetzt sind. Wenn die Bauteile verklebt werden sollen, sind darüber hinaus die thermische Wärmeableitung sowie die exakte Anbringung genau zu prüfen, denn auch ein gut verklebter Schrumpfschlauch fixiert den Becher nicht unbedingt langfristig! Es ist zudem wichtig, die Einbauposition genau zu analysieren, da sich axiale und radiale Kräfte sehr unterschiedlich auf das Bauteil auswirken (Schwingungsmodi).
Layout der Bauteile
Herstellerseits muss die gesamte Innenkonstruktion des Bauteils dahingehend optimiert werden, dass sie selbst härtesten mechanischen Belastungen standhält. Denn: Der Wickel der Zelle im Inneren des Bauteils ist keine Presspassung zum Gehäuse – durch technischen Schock kann die Zelle beweglich werden. Zudem trocknet der Wickel über die Lebensdauer – er schrumpft leicht und sein Gewicht reduziert sich, womit sich die mechanische Resonanzfrequenz über die Lebensdauer verschiebt. So können auch Bauteile, die im Testfeld noch perfekt performt haben, nach zwei Jahren ein ganz anderes Schwingungsverhalten aufweisen. Ziel ist es daher, jegliche Beweglichkeit des Innenwickels zu vermeiden, um ein Abbrechen der Anschlüsse und damit einen Totalausfall zu verhindern.
Im Prozess der Bauteil-Optimierung sind daher folgende Fragen sinnvoll:
· Wie dick (=bruchsicher) sind die Folien?
· Kann die Anzahl der Anschlüsse im Inneren im Sinne der Stabilität erhöht werden?
· Sind extra Papierlagen zum Schutz sinnvoll?
· Wie fixiert man die Innenzellen gegenüber dem Becher?
Fazit
Werden Bauteile benötigt, die hoher mechanischer Beanspruchung ausgesetzt werden, ist es unabdingbar, dass Entwickler und Hersteller frühzeitig in einen zielgerichteten Austausch gehen und die Themen Fixierung sowie Layout detailliert besprechen. Nur so gelingt es, die richtigen Vorkehrungen bei der Konstruktion der Bauteile zu vereinbaren. Jianghai blickt hierbei auf jahrzehntelange Erfahrung im Bereich höchster mechanischer Ansprüche. Die geheime Superkraft unseres Technical Sales Teams besteht darin, die Herausforderung anzunehmen – getreu dem Motto "Jianghai: Smarte Kondensator-Lösungen für Ihre Applikation!“
Nutzen Sie unser Know-how für das erfolgreiche Bestehen Ihrer Produkte im Feld!
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